Um den Parkinson-Erkrankten ein offenes Ohr zu schenken, hat die Klinik für Neurologie in Hanau eine mobile Parkinson-Beratung ins Leben gerufen. Die Einrichtung feierte kürzlich ihr zehnjähriges Bestehen.
Claudia Weiland fährt regelmäßig durch das Rhein-Main-Gebiet und nach Osthessen, um den Patienten zuzuhören und Aufklärungsarbeit zu leisten. «Ein Gespräch zu führen, hilft mehr als Broschüren zu verteilen», sagt die Ärztin, die das nach eigenen Angaben bundesweit einmalige Angebot seit fünf Jahren betreut. Allein im vergangen Jahr half sie Betroffenen bei 150 kostenfreien Beratungsgesprächen. Die Ärztin fährt zu den Patienten nach Hause, weil für die meisten der Weg in eine Fachklinik zu beschwerlich wäre. Vor kurzem besuchte Weiland eine Parkinson-Selbsthilfegruppe in Fulda. Dort gab sie Tipps und Informationen, um mit der Krankheit besser umgehen zu können.
Die Fragen, die während der Beratungen auftreten, drehen sich um die immer noch unheilbare Krankheit. «Wenn man von solch einem Leiden betroffen ist, möchte man alles darüber erfahren. Auch die Einnahme der Medikamente wollen die Patienten optimieren, da sie meist eine große Menge verschrieben bekommen. Darüber hinaus sind der aktuelle Stand der Forschung und die neusten Therapiemöglichkeiten immer von großem Interesse», skizziert die Ärztin die Themen.